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| Kurzoktavkoppel - notwendiger Bestandteil der Orgel? |
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| Könnte eventuell doch mal nützlich sein |
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| So ein Ding kommt mir nie und nimmer in die Orgel |
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| Stimmen insgesamt : 4 |
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Nachricht |
Roland Koch
Anmeldedatum: 23.09.2009 Beiträge: 4 Wohnort: 7560 Martina (Schweiz)
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Verfasst am: 23.09.2009, 22:00 Titel: Kurzoktavkoppel |
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Mitte Oktober wird unsere neue Orgel eingeweiht. Die Orgel ist dem Stil von Sebald Manderscheidt (17.Jh.), Vorbild ist die Chororgel in der Kathedrale in Fribourg (1655-57), nachempfunden. Das Ziel war es nicht, eine exakte Kopie zu bauen, sondern die Tradition Manderscheidts in unsere Zeit hinein fortzusetzen.
Eine "Entwicklung" welche wir nun gebaut haben ist die Kurzoktavkoppel auf das ganze Orgelwerk (HW, NW, PED). Da der Aufwand für den Bau einer solchen Koppel doch relativ aufwändig ist, möchte ich als Orgelbauer die Frage nach Nutzen, Sinn und Möglichkeiten einer solchen Koppel in die Runde werfen.
Funktion der Koppel:
- In den Manualen fallen die Tasten C,Cs, D und Ds herunter. C liegt nun auf E, D auf Fs, usw.
Im Pedal bleiben die Tasten aufgrund der Pedalkonstruktion oben (könnten theoretisch aber auch fallend gebaut werden.
- Es ist uns bekannt, dass mechanische Kurzoktavkoppeln für das HW gebaut wurden. Kennt jemand eine Orgel mit einer Koppel welche auf die gesamte Orgel wirkt?
- Das System ist relativ kompakt und könnte nachträglich in eine Orgel eingebaut werden (Zug- und Stechermechanik möglich). Bauhöhe 6cm. Tiefe 10cm. Könnte sich jemand vorstellen, sich eine solche Koppel sehnlichst zu Wünschen/zu benötigen (zum Beispiel zum Üben in der Übungsorgel) ?
Die Orgel hat einen Manualumfang von C-a'''. Ziel war es, möglichst auch alte spanische Musik spielen zu können. (Schleifenteilung der geteilten Schleifen ist deshalb umstellbar von h°/c' auf c'/cs'). Wäre eine Kurzoktavkoppel auch nützlich für andere Musik?
- Spielt jemand bereits eine E-Orgel mit einer Kurzoktavkoppel?
- Ist eine Kurzoktavkoppel überhaupt ein Thema zum Diskutieren?
Grüsse aus der Schweiz an die weltweite Orgelfangemeinschaft.
Roland Koch _________________ Roland Koch |
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Roland Eberlein
Anmeldedatum: 24.06.2007 Beiträge: 434 Wohnort: Köln
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Verfasst am: 24.09.2009, 09:06 Titel: |
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| Bei Orgelmusik aus der Zeit vor 1700 gibt es immer wieder unglaublich große Spannweiten in der linken Hand - eine Dezime, Undezime oder sogar Duodezime - weil der Komponist mit der kurzen Oktave rechnete. Für die Darstellung solcher Musik ist eine Kurzoktavkoppel allerdings sehr praktisch. Ich selbst habe von so einem Ding noch nie gehört, geschweige denn damit gespielt. Aber ich denke, in mein nächstes digitales Übungsinstrument würde ich eine Kurzoktavkoppel auf jeden Fall einbauen lassen. Und auch bei manchen mechanischen Pfeifenorgeln, die als Stilkopie nach Instrumenten des 16./17. Jahrhunderts gebaut sind, könnte so eine Kurzoktavkoppel eine sinnvolle Ergänzung sein, um die Orgel sowohl für Organisten mit Erfahrung im Umgang mit der kurzen Oktave als auch für Organisten ohne solche Erfahrung spielbar zu machen. |
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