Michael Porr in der Neanderkirche, D-Altstadt

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Clemens Schäfer
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Michael Porr in der Neanderkirche, D-Altstadt

Beitrag von Clemens Schäfer » Donnerstag 13. Juli 2017, 13:06

Hallo Forum,

im vierten Sommerlichen Orgelkonzert in der Neanderkirche zu Düsseldorf spielte Michael Porr (Bielertkirche Leverkusen-Opladen).

Sein Programm umfaßte nur drei Titel. Es ging los mit BWV 572, Fantasie G-Dur (Pièce d’orgue). Dieses im Schaffen Bachs singuläre Werk hört man häufiger. Und ich kann es nicht oft genug hören: Ein geniales Stück. Porr hatte es bestens verinnerlicht. Bei relativ hohem Grundtempo garantierte er auch in den schnellen Teilen höchste Klarheit und Präzision. Und es war mal wieder eine Lust, im Gravement der Baßlinie zu folgen. Dieses war wegen des Tempos nicht mit Schwermut aufgeladen sondern licht und fast tänzerisch; eine Version, die auch gefällt.

An zweiter Stelle folgte ein eigenes Werk „Aria“. Ruhig und in interessanten Harmonien wandernd. Schöne Klangfarben.

Das dritte und Hauptwerk des Konzerts war dann die sechste Symphonie von Widor. Das ganzes Werk. Wie schön! Mächtig und kraftvoll der erste Satz, der nach leicht verzögertem Beginn dann Fahrt aufnahm. Herrlich das Adagio mit schöner Flöte und dem gespreizten Schluß (Baßlinie nach unten, Flöte nach oben, sehr wirkungsvoll!), Lebhaft , quirlig das Intermezzo. Voll ausgekostet wurde das Cantabile (hier wünschte man sich vielleicht eine zartere Solostimme). Auch hier gelang der Schluß sehr überzeugend. Schließlich das Finale mit Verve. Eine schöne Wiedergabe auf höchstem Niveau.

Sofort einsetzender, anhaltender Beifall. Zugabe eine improvisierte Mischung aus Spiritual, Musical, Jazz, Hammond, Big-Band; eine tolle zum Lächeln zwingende Melange.

Gruß Clemens Schäfer

OT:

In der vergangenen Woche habe ich im Düsseldorfer „Museum Kunstpalast“ die Ausstellung „Lucas Cranach“ besucht. Sehr sehenswert. Vorgestern war ich im Wuppertaler „von der Heydt-Museum“. Dort gibt es eine „Erbslöh-Retropesktive“. Ebenfalls höchst interessant, zumal das Museum aus eigenem Bestand viele der geistverwandten Künstler (Macke, Mark, Jawlenski, Kandinski, Münter u.a. beisteuern kann. Im Herbst gibt es dort eine Monet-Schau.

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