Streicher

Diskussionen rund um Orgelneubau, Orgelrestauration, Register, Technik, usw.
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malle235
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Streicher

Beitrag von malle235 » Freitag 14. April 2017, 19:31

Insbesondere in modernen neobarocken Orgeln sind ja Streicherstimmen relativ selten, mit Glück hat man vielleicht Salicional 8' (+ Vox célèste 8'), während die Viola da gamba 8' doch eher in romantischen Instrumenten anzutreffen ist.

Auf dieser Internetseite (rechte Spalte unter der ersten Abbildung - "listen to a demo") ist ein eindrucksvolles Hörbeispiel aus der String Section der Wanamaker Orgel in Philadelphia - insbesondere die obertonreichen lauten Streicher können wirksam als Klangkrone fungieren

http://organland.free.fr/_wan/en/string.html

Ippenstein
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Re: Streicher

Beitrag von Ippenstein » Samstag 15. April 2017, 16:04

Und ich will die Streicher an meiner romantischen Orgel nicht missen, wobei meine da sehr üppig ausgestattet ist (11 Streicher bei 28 Registern).
Und gerade die Gambe ist ein sehr prägnanter Streicher.

Ronald Henrici
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Re: Streicher

Beitrag von Ronald Henrici » Samstag 15. April 2017, 19:34

Den Begriff "neobarocke Orgel" möchte ich ausklammern. Orgeln, die etwa ab 1969 neu gebaut wurden oder renoviert wurden, haben invielen Fällen wieder Streicher bekommen, bei Größenordnungen über 30 Register mindestens zwei Streicher. Bei Renovierungen wurden Streicher zusätzlich hinzugefügt, wo es die Windladen ermöglichten.
Gruß
Ronald
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Ippenstein
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Re: Streicher

Beitrag von Ippenstein » Montag 17. April 2017, 12:27

Was noch recht dürftig bei solch einer Größe ist.

Dorforgler
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Re: Streicher

Beitrag von Dorforgler » Dienstag 25. April 2017, 20:35

Ich moechte nur darauf hinweisen, dass es auch durchaus in barocken Orgeln Streicherregister gab!

Ippenstein
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Re: Streicher

Beitrag von Ippenstein » Mittwoch 26. April 2017, 19:54

Aber nicht in dieser Vielzahl wie bei den romantischen Orgeln.

Ronald Henrici
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Re: Streicher

Beitrag von Ronald Henrici » Sonntag 30. April 2017, 21:45

Oft genug habe ich die Möglichkeit, auch auf einer romantischen Orgel zu spielen und finde die dortigen Streicher excelent.Aber Streicher auf Tonkanzellenladen sind klanglich noch besser, weil eine bessere Mischfähigkeit mit anderen Stimmen gegeben ist. Der Intonieraufwand ist ein wesentlich höherer, um in allen Tonlagen eine continuierliche Gleichmäßigkeit herzustellen und abrupte Übergänge zu verhindern.
Übrigens in der Orgel der Abteikirche Beuron ist eine herrliche Principal - Schwebung 8 Fuß, ein starker und doch sonorer Streicher, weil die beiden Principale, die tonweise mit den Labien genau gegenüberstehen, seiden - obertönig intoniert sind. Einfach herrlich.
In der Orgel der Lutherkirche Trossingen (Baujahr 1976, III/P/46) sind nachträglich drei Streicher eingebaut worden (2010), im Hauptwerk eine Gambe, im Schwellwerk ein neues Salicional mit Parallel - Salicional. Die Gambe läßt sich sehr gut mit Gedeckt 8 Fuß und Blockflöte 4 Fuß kombinieren und bringt dabei eine besondere Klangfarbe (auch ohne Blockflöte). Beim Schwellwerk gibt die Salicionalschwebung mit Gedeckt 16, Flöte 8 und Rohrgedackt 8 einen herrlichen sanft obertonreichen romantischen Klang, besonders mit Fernwerkwirkung bei geschlossenem Schweller. Max Reger würde sehr erfreut sein !
Mehrere Streicher hat auch die Orgel (III/P/82) im Konzertsaal der dortigen Musikhochschule, sogar einen 32 Fuß. Das Instrument wurde erst ca 2010 mit mehreren Registern ergänzt, um die Defizite, die mit der vorherigen Orgel (III/P/60 (?)) gegeben waren, abzustellen.
Bei vielen modernen Orgeln werden vermehrt bei Überholungs- und Renovierungsarbeiten Streicher hinzugesellt, wenn es der Platz auf den Windladen oder im Gehäuse zuläßt.
Diese Entwicklung im Orgelbau ist damit zu erklären, daß inzwischen auch manche Orgel aus den Jahren 1850 bis 1921 unter Denkmalschutz gestellt sind. Berühmtestes Beispiel: Sauerorgel im Berliner Dom.
Gruß
Ronald
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