Das mit dem Üben

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olds
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Das mit dem Üben

Beitrag von olds » Mittwoch 4. April 2018, 10:08

Mein Ostermontag sorgte bei mir für einiges an Verärgerung. Bei der feierlichen Mitgestaltung der Messe (Chor+kleines Streichorchester mit professionellen Musikern) wollte ich mich natürlich nicht lumpen lassen und steuerte eben nicht 08/15 Literatur a la "Leichte Präludien für den sonntäglichen Gebrauch zur Osterzeit" bei, sondern bereitete bekanntere Literatur ausgiebig vor.

Wie so oft musste ich dann am Ende wieder feststellen, dass ich die Werke zwar in für meiner Gewichtsklasse tadelloser Weise vorbereitet hatte.
Höre ich mir allerdings die Aufnahmen an, war die Ausführung mal wieder mehr als hakelig. Obwohl ich nicht sonderlich aufgeregt war und alle drei Stücke bei der letzten Übestunde wirklich glatt durchgelaufen sind, kommt diese Leistung im scharfen Einsatz nicht rüber.

Daher stelle ich mal die Frage in den Raum: Wie übe ich richtig?

Reflektiere ich nun den Werdegang meiner Vorbereitung, stelle ich hauptsächlich zwei Kritikpunkte fest:

In meinem Repertoire gibt es zwei Arten von Literatur. Eben 08/15-Sammlungen die Schnitzer verzeihen, da ich mich immer wieder gut retten kann und eben keine Literatur, d.h. an vielen Sonntagen improvisiere ich im Rahmen meiner Möglichkeiten.

Bereite ich nun für die großen Orgel etwas richtiges vor, verhakele ich mich. Das heißt nicht, dass ich den Vortrag abbrechen muss. Ich komme schon durch und halte auch die gewünschte Artikulation, Betonung und künstlerische Gestaltung. Aber dem geschulten Ohr dürfte deutlich auffallen, dass es oftmals einfach hakt.

Der andere Punkt ist eine Vermutung. Ich bin in der Regel einige Zeit vor dem großen Tag mit der Vorbereitung durch und wiederhole immer wieder das Stück. Natürlich nicht nur in eifriger Erregung darüber, was ich denn da nun geleistet habe, sondern auch immer wieder in langsamen Tempo um immer wieder die Vorgänge zu repetieren. Verliere ich damit hier wertvolle Zeit?

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