Prof. Johannes Geffert in St. Margareta, D-Gerresheim

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Clemens Schäfer
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Prof. Johannes Geffert in St. Margareta, D-Gerresheim

Beitrag von Clemens Schäfer » Montag 23. Oktober 2017, 13:39

Hallo Forum,

schon zum 12. Male findet in diesen Tagen das Internationale Düsseldorfer Orgelfestival statt. Künstlerischer Leiter Wolfgang Baumgratz und Intendant Herbert H. Ludwig und Festival-Leiterin Mirjam Schenke haben auch diesmal ein breites Programm, von Classic über Modern, Jazz, Cross, Folk und Family zusammengestellt.

Am 22.10.2017 spielte in St. Margareta, Düsseldorf-Gerresheim (alte romanische Basilika) Prof. Johannes Geffert ein Konzert mit dem Titel „Die Glocken von Rom“.

Geffert begann mit einer Partita sopra la Aria Romanesca von Michelangelo Rossi (1601-1656). Zart wurde das Thema vorgestellt, die drei Variationen steigerten sich dynamisch.

Düster und tastend begann die Évocation de Chapelle Sixtine - wir sind im Liszt-Block des Konzerts. Sicher schreitet Geffert durch das Werk. Lange Bögen werden ohne Anstrengung gehalten. ES bleibt stets spannend. Heftiges Vogelgezwitscher dann bei Legende I „Die Vogelpredigt des Hl. Franziskus von Assisi“ (in eigener Orgelbearbeitung). Der Prediger ist nicht aufdringlich - wohltuend. Schließlich das Ave Maria „Die Glocken von Rom“ in einer Orgelbearbeitung von Marco Enrico Bossi. Man sah die Klangkörper förmlich schwingen.

Von Bossi (1861-1925) selbst gab es danach ein Scherzo g-moll op. 41/2 mit herrlichem Krummhorn im Trio (aus dem RP). Ferner (in Abänderung des Programms) „Ländliche Szenen“. Das alles sehr geschmackvoll gemacht.

Erstaunlich und erfreulich zugleich, wie gut die Riegerin von 1982 mit diesem Programm zurecht kam. Geffert dürfte das Instrument kennen und zu nehmen wissen.

Das Konzert endete mit der Toccata „Tu es Petrus, der Fels, und die Pforten des Himmels werden dir nicht verschlossen sein“. Die letzten Töne waren noch nicht verklungen, da setzte das Geläut der Kirche ein (19 Uhr!). Ein schmunzeln verbreitete sich auf den Mienen der über 120 Hörer, lebhafter Beifall. Zugabe war ein Sonatensatz von Andrea Lucchesi.

Gruß Clemens Schäfer

P.S. Beethoven op 19 B-Dur und Mozart KV 466 d-moll gibt es mit Pieter-Jelle de Boer (Klavier) und Els Biesemans (Orgel) am 29.10., 20h, in St. Antonius, D-Oberkassel, zu hören.

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