Uwe Hofmann in der Neanderkirche, Düsseldorf-Altstadt

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Clemens Schäfer
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Uwe Hofmann in der Neanderkirche, Düsseldorf-Altstadt

Beitrag von Clemens Schäfer » Freitag 25. August 2017, 12:36

Hallo Forum,

10. Sommerliches Orgelkonzert in der Neanderkirche: Uwe Hofmann, Tonmeister, Konzertorganist und nebenamtlicher Organist der Lutherkirchengemeinde.

Passend zum Reformationsjubiläum gab es vier Verarbeitungen von Luther-Chorälen, Am Beginn und Ende je einen großen Bach. So ging es denn in frischem Tempo mit Praeludium und Fuge G-Dur BWV 541 los. Im Praeludium für meinen Geschmack ein wenig zu zungenlastig registriert, kam die Fuge zuerst schlanker. Daß dann am Ende etwas aufgebrezelt wurde, ist legitim.

Nun folgte die 6. Sonate von Mendelssohn. Schlicht der Choral, fein abgesetzt die Variationen, klare Fuge und aufgeräumtes Finale. Insgesamt sehr stimmig und klangschön.

Aus dem Dritten Theil der Clavier Übung gab es danach BWV 684 „Christ, unser Herr, zum Jordan kam“. Das lief wunderbar, hatte Swing und ist überhaupt ein ganz tolles Stück Musik.

Mit Toccata und Fuge über Martin Luthers Choral „Mitten im Leben sind mit dem Tod umfangen“ von Erst Pepping ging es in modernere Gefilde. Ich kann mich aktuell nicht erinnern, Pepping schon mal im Konzert gehört zu haben. Irgendwie schade, denn zumindest dieses Stück lohnt die Beschäftigung. Die Toccata ist eine Art Totentanz, viele Tonrepetitionen durchziehen das ganze Werk.

Mit Mendelssohns dritter Sonate wurde es wieder biedermeierlicher. Aber wie zuvor geschmackvoll inszeniert.

Und am Ende - eigentlich waren die 60 Minuten ja schon erreicht - wollte Hofmann dem Publikum noch mit etwas sehr Bekanntem schmeicheln: Toccata und Fuge d-moll BWV 565. Zweifellos prima gemacht.

Großer Beifall, wieder fast bis auf den letzten Platz besetzte Kirche.

Gruß Clemens Schäfer

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