Lieder anzeigen

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Karlicional
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Lieder anzeigen

Beitrag von Karlicional » Freitag 18. August 2017, 09:57

Hallo,

kürzlich bekam ich den Befehl - so muß ich es leider ausdrücken - die Lieder nur max. 120 sec. aufzuleuchten. Liedanzeiger ist von Eckel, Modell Unicus mit Funkübertragung. Ich zeige immer solange an, bis der Gesang zu ende ist, dem entsprechend stelle ich die Abschaltautomatik ein, also ein höherer Wert als die 120 sec. Die restliche Zeit habe ich dann am Ende des Gesangs manuell gelöscht. Wie geht Ihr mit Liedanzeigern um und kann es einen Gerät wirklich schaden, wenn es zu lange aufleuchet? Sicher hat jemand von euch ebenfalls mit Eckel-Liedanzeigern zu tun und hat Erfahrung damit.
Über eure Meinung dazu würde ich mich freuen.

Grüße von Karlicional

kernspalter
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Re: Lieder anzeigen

Beitrag von kernspalter » Freitag 18. August 2017, 11:41

Die Lebensdauer von Leuchten hängt u. a. von den Betriebsstunden ab.

Nehmen wir mal an, die Leuchte schafft 4000 Stunden.

Wenn nun pro Tag ein Gottesdienst mit durchschnittlich acht Gesängen abgehalten wird, und die Liedanzeige pro Gesang drei Minuten lang eingeschaltet bleibt, dann ist die Leuchte schon nach 27 Jahren am Ende. Beschränkt man die Liedanzeige hingegen auf zwei Minuten, dann hält die Leuchte 41 Jahre.

Bei einem Gottesdienst pro Woche ist die Leuchte mit Drei-Minuten-Anzeige nach 191 Jahren am Ende, bei Zwei-Minuten-Anzeige hält sie 288 Jahre. 8)
Mit kernspalterischen Grüßen

olds
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Re: Lieder anzeigen

Beitrag von olds » Sonntag 27. August 2017, 15:55

Das mit der Leuchtdauer kann man aber nicht so leicht berechnen. In meiner Wohnortpfarrei ist der Liedanzeiger - Modell "Liedkanone" - das größte Sorgenkind eines durch seine Erkrankung ziemlich kindisch gewordenen Elektrotechnik Ingenieurs.

Bei jedem ihm unbekannten Organisten kämpft er sich die Empore hoch und belehrt ihn darüber, dass er das Innenleben des Anzeigen umbauen musste.
Nach spätestens 1 Minute Anzeigendauer wird es dem Ding - umgangssprachlich - jetzt zu heiß. Zumindest bildet sich der Mann das so ein.

Hintergrund: Die Liedkanone ist so alt, dass es keine erschwinglichen Ersatzbirnen mehr gibt. Der Ing. hat daraufhin so umgebaut, dass eine billigere und weiterhin erhältliche Birne passt. Dies aber auf Kosten einer geringeren Lebensdauer. Beziehungsweise ist das Gerät jetzt wohl ab einem gewissen Punkt gemeingefährlich, weil die Wärmeregulierung nicht mehr dem ursprünglichen Konzept entspricht. :mrgreen:

Allerdings kenne ich nur eben diesen einen Liedanzeiger der nicht über eine automatische Abstellung verfügt. Ansonsten schalten die sich alle nach einer gewissen Zeit wieder ab.

thomas morus
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Re: Lieder anzeigen

Beitrag von thomas morus » Donnerstag 14. September 2017, 14:39

Liedanzeiger der Firma Jäger aus Fulda sind zu empfehlen, die tun relativ unaufgeregt und zuverlässig ihren Dienst, haben alle Features, die man benötigt und der Service ist auch top!

Ippenstein
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Re: Lieder anzeigen

Beitrag von Ippenstein » Sonntag 1. Oktober 2017, 19:35

Wozu muß das Lied die ganze Zeit angezeigt werden? Wer es bis zur ersten Strophe nicht geschafft hat, sein Buch aufzuschlagen, ist selbst schuld. :mrgreen:
Moderne Liedanzeigen ermöglichen es ja auch, eine gewisse Anzahl an Strophen aufzuzeigen. Manchmal muß man aber eben noch ein paar zusätzlich einblenden. Da ist es praktisch, wenn die Liedanzeige zwischendurch ausgeht, da das erneute Aufleuchten dann mehr Aufmerksamkeit erweckt. :wink:
Ich habe noch mit Wählscheibenanlagen gearbeitet - meine Güte, war das umständlich. Und wenn dann nach dem Kommunionlied sofort das Danklied kommen soll... wählst Du Dich tot! :mrgreen: Das ist es bei den Evangelischen einfacher. Da werden die Lieder noch klassisch angesteckt.

Ronald Henrici
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Re: Lieder anzeigen

Beitrag von Ronald Henrici » Freitag 13. Oktober 2017, 16:45

Es gibt noch wunderbare andere Möglichkeiten.
Geschehen in der basilika Ottobeuren - mit durchschlagendem Erfolg.
Es ging um ein festliches Osterlied GL 328, 1 und 5 - zum Schluß der Messe.
Bei der Lieanzeige ließ sich 328,1 vorher gut einstellen, aber als es um den Wechsel zur Strophe 5 ging, ließ sich die Liedanzeige dazu nicht ermuntern, die Strophe 5 anzuzeigen.
Also spielte der Organist mit Vergnügen alle sieben Strophen - und Ihr ahnt nicht, wie die Gemeinde mit Begeisterung alle sieben Strophen mitgesungen hat.
Gruß
Ronald
he: Orgel spielen heißt:einen mit dem Schauen der Ewigkeit erfüllten Willen offenbaren. (Ch.M.Widor)

Ippenstein
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Re: Lieder anzeigen

Beitrag von Ippenstein » Sonntag 15. Oktober 2017, 20:21

Wenn man sich von Strophe zu Strophe in der Begleitung und den Registern steigern kann, besonders schön. Das hatte ich mal bei einem herrlichen feierlichen Gottesdienst - te deum zum Schluß und nacheinander alles rein, was ging. Nur die Chamadebatterie und die Hauptwerksmixtur waren noch nicht gezogen - wobei das Chamadewerk für die Einwürfe herhalten musste. (St. Michael Göttingen)

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