Arno Ruus in der Neanderkirche, Düsseldorf-Altstadt

Informationen und Diskussionen zu allen Bereichen rund um die Orgel herum,
z.B. Vorstellung der eigenen Kirchengemeinde, Konzert- und Gottesdienstgestaltung, Konzertberichte, Sparmaßnahmen in der Gemeinde, Organisation, usw.
Antworten
Clemens Schäfer
Beiträge: 174
Registriert: Samstag 16. November 2013, 19:31
Wohnort: Düsseldorf

Arno Ruus in der Neanderkirche, Düsseldorf-Altstadt

Beitrag von Clemens Schäfer » Donnerstag 3. August 2017, 14:32

Hallo Forum,

zu den regelmäßigen Spielern bei den Sommerlichen Orgelkonzerten in der Neanderkirche (Düsseldorf-Altstadt) gehört Arno Ruus, Kantor der hiesigen Tersteegenkirche. Und der hat immer Bach und Reger dabei. Im 7. Konzert begann Ruus mit Buxtehude, Präludiums und Fuge D-Dur, BuxWV 139. Schön artikuliert und passend registriert. So etwas macht sich auf dieser Orgel immer gut.

Dann folgte eine Bach-Strecke: BWV 599, 604, 582, 619, 625 und 631. Choralvorspiele über Lutherlieder durch das Kirchenjahr also, unterbrochen durch die bekannte Passacaglia. Bei den Vorspielen brachte Ruus das Original zunächst in schlichter (aber immer interessanter) Aussetzung, dann die Bach’sche Verarbeitung. Juwelen sind sie, diese kleinen Stücke! Die Passacaglia nahm Ruus von Beginn an Mezzoforte, versagte sich aber vor der Fuge eine deutliche Steigerung nicht. Daß es hin und wieder ein klein wenig hakte, sei nicht verschwiegen; der dem Stück innewohnende Drive (Tempo nicht feierlich oder gar zäh) kam jedoch allemal rüber. So ging man gerne mit. Live eben.

Schlußstück war dann die mächtige Choralfantasie „Ein feste Burg ist unser Gott“ op. 27 von Reger. Mit dem Reger-Duktus ist Ruus gut vertraut. Und so setzte er die quirlig laufenden Choralzeilen wirkungsvoll gegen die eher statischen Einwürfe. Daß das Stück Mühe macht, war zu spüren. Kurzes Aufatmen an der Pianostelle vor dem Schluß, dann Zieleinlauf mit sofort einsetzendem Beifall.

Die Kirche war diesmal gut gefüllt; auf der Empore mehr als 100 Besucher. Insgesamt dürften es also um 250 gewesen sein.

Gruß Clemens Schäfer

Antworten