Stephen Tharp in St. Lambertus, D-Altstadt

Informationen und Diskussionen zu allen Bereichen rund um die Orgel herum,
z.B. Vorstellung der eigenen Kirchengemeinde, Konzert- und Gottesdienstgestaltung, Konzertberichte, Sparmaßnahmen in der Gemeinde, Organisation, usw.
Antworten
Clemens Schäfer
Beiträge: 168
Registriert: Samstag 16. November 2013, 19:31
Wohnort: Düsseldorf

Stephen Tharp in St. Lambertus, D-Altstadt

Beitrag von Clemens Schäfer » Samstag 13. Mai 2017, 14:34

Hallo Forum,

am 01.05.2017 spielte Stephen Tharp bei den Internationalen Orgelkonzerten in St. Lambertus. Was ist mir davon heute, am 13.05. noch in Erinnerung?

Zunächst ein merkwürdiges Stück von Dupré: Poème Héroique op. 33 in einer Orgel-solo-Version von Dupré selbst. 1939). Das schien doch recht äußerlich. (Zu) eingängige Melodien, plakativ. Ein Gelegenheitswerk vielleicht.

Danach zwei Stück zeitgenössischer Komponisten, ohne daß allzu viel Modernität spürbar gewesen wäre: Von David Conte (*1955) gab es Pastorale und Toccata;von George Baker (*1951) Lamento (Prelude on the Mymn-tune „Michael“ von 2010. Beide Stücke eher ruhig und zurückhaltend.

Es folgten von Saint-Saëns Prélude et Fugue op. 109 No. 2 in G-Dur.

Am Ende zwei Werke von Liszt: Funérailles aus den „Harmonies poètiques“ in einer Transkription von Jeanne Demessieux und Stephen Tharp sowie Fantasie und Fuge über B-A-C-H in der „sykretischen“ Version von Jean Gulllou.

Wollte bis zum Liszt das Feuer nicht so recht brennen, loderte insbesondere bei B-A-C-H ein kaltes Feuer. Virtuos war es gewiß. Aber diese zur Ekstase getriebene Bach-Verehrung mutet doch befremdlich an.

Bleibt festzuhalten, daß Tharp, der die Orgel von mehreren Konzerten kennt, geschmackvoll registrierte und selbst beim Liszt die Virtuosität nicht um ihrer selbst willen inszenierte. So gab es von den um 70 Hörern lebhaften Beifall, der mit etwas Feuerwerksmusik (o. ä.) belohnt wurde.

Gruß Clemens Schäfer

Antworten