Richard Brasier in der Auferstehungskirche, D-Oberkassel

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Clemens Schäfer
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Richard Brasier in der Auferstehungskirche, D-Oberkassel

Beitrag von Clemens Schäfer » Samstag 13. Mai 2017, 12:45

Hallo Forum,

im dritten Konzert des 13. Oberkasseler Orgelfrühlings in der Auferstehungskirche spielte am 10.05.2017 Richard Brasier (London). Passend zur Herkunft begann er mit Carillon de Westminster op. 54 Nr. 5 von Vierne. Das Geläut kam eher gemächlich und dringend geölt werden.

Etwas spritziger dann das Scherzetto aus op. 31.

Hauptwerk des Abends war die erste Symphonie von Vierne (d-moll op. 14). Prélude und Fugue wußten zu gefallen, die Pastorale aber zog sich. Zwar fand Brasier schöne Klangfarben, den richtigen Fluß suchte er oft vergeblich. So passierte denn am Ende, daß der letzte Akkord im Final gefühlt 2 Sekunden zu spät kam. Klar, der Zeitverzug war geringer. Aber die Spannung war abgerissen, der Bogen überspannt. Das war irgendwie symptomatisch: Brasier dürfte mit Instrument und/oder Akustik nicht richtig warm geworden sein. So verzog er denn auch trotz des herzlichen Beifalls der über 90 Hörer keine Miene, spielte aber eine Zugabe.

Gruß Clemens Schäfer

PS. Am 17.05.2017 wird Michael Bottenhorn (Bonn-Beuel) die dritte Symphonie von Vierne vortragen

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