Ulrich Karg in St. Peter, D-Unterbilk

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Clemens Schäfer
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Ulrich Karg in St. Peter, D-Unterbilk

Beitrag von Clemens Schäfer » Dienstag 17. Januar 2017, 12:54

Hallo Forum,

das dritte Winterliche Orgelkonzert, diesmal in St. Peter an der Göckel-Orgel, war höchst erfreulich. Ulrich Karg, Seelsorgebereichsmusiker an St. Cäcilia (D-Benrath) und Herz-Jesu (D-Urdenbach), spielte ein rein französisches Programm. Und er hatte sich offenbar gut vorbereitet und mied alle Klippen der Übertreibung, die diese Orgel ja leider ermöglicht. So bekam man einen sehr positiven Eindruck vom Instrument und zugleich vom Spieler. Erwähnen darf man zudem, daß die längs der Kirche beidseits fahrenden Straßenbahnen Vergangenheit sind: Hier wurde die U-Bahn fertig. So werden die Piano-Stellen nicht mehr von den Rollgeräuschen übertönt.

Karg begann mit der Fantaisie en ut-major op. 16 von César Franck. Eher ruhig im Tempo, schön ausgespielt und bestens registriert. So verschwamm nichts, alles war gut durchhörbar.

An zweiter Stelle Dupré: Prélude et Fugue fa-mineur op. 7 No. 2. Auch hier nicht zu dick registriert und so fast filigran aufgelöst.

Danach folgten aus „Jeux d’Orgue“ op. 34 (1978) von Jean Guillou „Unda Celesta“, „Longs Corps d’Anches“, „Hautbois d’Amour“, „Sesquialera Quintaltera“ und „Au Mirroir des Flûtes“. Allesamt köstliche Klangwunder; die Zungenchor z.B. übte sich in Lanzenstichen. Fein ausgearbeitet und perfekt dargeboten.

Am Schluß gab es dann die Fünfte von Widor; aber nicht als Toccata-Häppchen sondern vollständig. Sehr schön der Variationssatz am Anfang. Gute Klarinette im Allegro cantabile, Ganz herrlich auch das Adagio, welches als Vorläufer zur Toccata eigentlich immer Pflicht sein müßte. Diese dann nicht zu dick registriert; es blieb durchhörbar. Sehr schön.

Langer Applaus der über 50 Hörer. Allemal hochverdient. So kann man diese Orgel hören!

Gruß Clemens Schäfer

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