Wolfgang Abendroth in der Johanneskirche, D-Innenstadt

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Clemens Schäfer
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Wolfgang Abendroth in der Johanneskirche, D-Innenstadt

Beitrag von Clemens Schäfer » Donnerstag 29. September 2016, 18:08

Hallo Forum,

Wieder war die Lunchtimrorgel in der Johanneskirche mit rund 70 Hörern besetzt.

Wolfgang Abendroth servierte zunächst Händel. Der hat zwar nicht explizit für Orgel geschrieben, so manche seiner Cembalosachen machen sich dort aber gut. So auch eine Suite in d-moll. Die französische Ouvertüre mit Gravität, laufender Mittelteil. Leichtfüßig und lebendig folgten Allemande und Courante. Ruhig ausgezirkelt schritt die Sarabande voran. Am Ende eine fünfminütige Ciacona, der - wie dem ganzen Werk - eine vier Töne umfassende Abwärtslinie zugrunde liegt. Sehr schön gemacht.

Der zweite Teil des Konzerts forderte dann aber doch mehr: BWV 542 g-moll. Da fesselt die Fantasie mit ihren Fragen, Halb- und Trugschlüssen, geradezu lyrischen Passagen, die wieder aufgerissen werden. Ein ganz tolles Stück. Abendroth machte das gut; ein klein wenig weniger Tempo hätte eine noch deutlichere Agogik erlaubt. Augenblickssache. Herrlich lief die Kaffeewasserfuge. Was ist da für ein Swing drin! Das ist pure Lust, klingt überhaupt nicht akademisch gedrechselt. Klar, daß der anhaltende Beifall sofort da war.

Gruß Clemens Schäfer

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