Jens-Peter Enk in der Neanderkirche, D-Altstadt

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Clemens Schäfer
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Jens-Peter Enk in der Neanderkirche, D-Altstadt

Beitrag von Clemens Schäfer » Freitag 9. September 2016, 10:25

Hallo Forum,

Auch beim 10. und letzten Sommerlichen Orgelkonzert in der Neanderkirche war es sehr warm. Mehr als 250 Hörer waren zuvor im Schnitt gekommen. Und auch diesmal war die Kirche fast voll.

Jens-Peter Enk (Leiter der Arbeitsstelle Kirchenmusik der Rheinischen Landeskirche und Organist in Wuppertal-Unterbarmen) begann mit einer Fanfare des Amerikaners Charles Callahan (*1951). Zu Anfang ein paar schräge Akkorde dann recht harmlos und konventionell.

Von Buxtehude gab es danach ein gut durchgestaltetes BuxWV 137 in C-Dur. Klangschön auch Andante und Variationen D-Dur von Mendelssohn.

Es gehört zu den ungeschriebenen Gesetzen der Sommerlichen Orgelkonzerte, daß mindestens eine Triosonate von Bach zur Aufführung zu bringen ist. So hatte das einmal Arno Ruus formuliert und in sein Konzert seinerzeit wenigstens einen Satz eingefügt, weil diese Regel in jenem Jahr vernachlässigt worden war. 2016 zeichnete Jens-Peter Enk für diese Aufgabe verantwortlich. Allerdings lief nicht alles rund bei BWV 529 in C-Dur.

Reger war zunächst mit Scherzo fis-moll op. 80 vertreten. Hier gab es merkwürdig unklare Harmonien/Töne - war da ein Register mit richtig gekommen/abgestoßen worden? Enk jedenfalls griff hastig in die Registerstaffel zu seiner Rechten. Oder gab es Verstimmungen? Diese Probleme taten sich dann bei den folgenden Choralvorspielen aus op. 65 nicht auf: Vater unser im Himmelreich und Wer nur den Lieben Gott läßt walten.

Den Abschluß des Konzerts bildete die 14. Orgelsonate von Rheinberger - wir hatten diese vor zwei Jahren mit Thorsten Göbel an gleicher Stelle gehört. Auch hier wieder unerklärliche Mißtöne. Was mögen die eingangs begrüßten Orgelbauer der Fa. Seifert gedacht haben? Die hatten nämlich die Renovierungsarbeiten an der Orgel abgeschlossen und waren mit Beifall bedacht worden.

Großer Beifall, eine weitere Fanfare als Zugabe.

Gruß Clemens Schäfer

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