Üben?

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olds
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Üben?

Beitrag von olds » Donnerstag 25. August 2016, 07:53

Wie übt ihr?

Ich hauptsächlich zu Hause an einem Keyboard.

Meine "Haupt"orgel ist ja 12km weg (und ich hab kein Auto), die Orgel im Stadtteil hier ist sehr brüllend (nur für den Organisten, ein Orgelbauer meinte, das sei so wegen der Akustik (1960er moderne Beton-Kirchenarchitektur), im Kirchenraum selbst sei es eine normale Barockorgel).

Zu der "Haupt"orgel kommt hinzu, dass diese historisch ist mit nicht ganz genormten Abmessungen. Besonders für so einen langen Kerl wie mich. Viele Stücke, die ich da zwar spielen kann, aber mich schwer mit tue, laufen an "normalen" Orgelmaßen sehr viel besser, da ich eine normale Haltung einnehmen und normales Pedalspiel praktizieren kann.
An dem Instrument ist mit meinen langen Beinen wenig Bewegungsfreiheit.

An die "Haupt"orgel meiner (Dienst-)Pfarrei komme ich nur zu den Öffnungszeiten des Pfarramtes ran.

Bleibt mir samstags nur eine andere Orgel (Schön. Groß. Spannend.), aber die hat bei Kopplung eine dermaßen schwergängige Traktur, da muss man echt "leiden". Was aber nichts heißen soll, ich "leide" da gerne.

Irgendwie ärgert das mich, komme damit jetzt aber zurecht. Habe aber auch zu lange den Fehler gemacht, auch mein das zu Hause geübte zu vertrauen.

Nachthorn
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Re: Üben?

Beitrag von Nachthorn » Donnerstag 25. August 2016, 08:37

Ich würde als erstes mal einen Schlüssel für die Hauptorgel einfordern. Wenn Du da spielen sollss, musst Du auch üben können und das nicht nur zu den Öffnungszeiten des Pfarrbüros.

Gruß, Nachthorn

olds
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Re: Üben?

Beitrag von olds » Donnerstag 25. August 2016, 09:57

Hätt´ ich ja für samtags gerne, aber die Situation ist da halt ein wenig....eingefahren - pragmatisch?

Festen Organisten gibt es da nicht, es gibt einen Plan über jeweils ein Quartal, ich bin die Vertretung, habe jetzt zwar in III/2016 viele Dienste, I und II/ 2016 war eher dünn.

Die anderen Organisten und -innen dort üben scheinbar eher weniger, bzw. sind Rentner, bzw. Hausfrau, Teilzeitkraft und am Rest vom Werktag engagierte Kirchenmusikerin.

Vorallem macht sich von denen scheinbar keiner die Mühe an Registrierungen zu feilen, der Registerwalze oder wie dieser unsägliche Ding heißt ist wohl deren bester Freund.

Will mich jetzt nicht loben, aber die Rückmeldungen des Pastoralteams (früher hatte man einen Pfarrer, heute ein "Pastoralteam) kann man schon so verstehen, dass es wohl nicht immer üblich ist, dass jemand der doch eher große Orgel die Sporen gibt und mit passender Literatur anmaschiert kommt.

Finde das aber auf eine gewisse Art auch in Ordnung. Wir haben neue Strukturen, personell ist immer noch keine Ruhe eingetreten, das Pfarramt ist ein Taubenschlag mit u.a. zwei Problemvierteln als Schäfchen. Verstehe da schon die Schlüsselpolitik......

Solcena
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Re: Üben?

Beitrag von Solcena » Donnerstag 25. August 2016, 16:18

olds hat geschrieben:Wie übt ihr?

Ich hauptsächlich zu Hause an einem Keyboard.
An der häuslichen Digitalorgel - zum Üben ist das mE optimal.

Ronald Henrici
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Re: Üben?

Beitrag von Ronald Henrici » Freitag 26. August 2016, 21:15

An der digitalen Hausorgel zu üben halte mich nicht unbedingt für ideal. Man verdirbt sich leicht die Spieltechnik und wundert sich dann, wenn das Geübte an der Kirchenorgel nicht so recht klappt wie evtl. zu Hause.
Etwas anderes. zum Üben braucht man ja nicht die sämtlichen register der "brüllenden" Orgel zu ziehen, es genügen da vielleicht auch nur 2 bis 5 gezogene Register. Wenn es dabei um die bSpieltechnik geht und die Sicherheit des Spielens. Gezogene Registerzahl ist da nicht allzu wichtig.
Gruß
Ronald
he: Orgel spielen heißt:einen mit dem Schauen der Ewigkeit erfüllten Willen offenbaren. (Ch.M.Widor)

Solcena
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Re: Üben?

Beitrag von Solcena » Samstag 27. August 2016, 07:32

Warum sollte ich mir an einem BDO-gerechten Spieltisch mit Anschlagdynamik die Spieltechnik verderben? Meine DO mit Druckpunkt-Klaviaturen kommt dem Spielgefühl einer guten mechanischen Orgel wesentlich näher als so manche elektrische PO aus den 50ern/60ern. Eine Pneumatik spielt sich wiederum anders ... dazwischen ist die DO ein guter Kompromiss.

Es sei natürlich jedem mit genügend Finanzen unbenommen, mit zwei, drei Holzflötchen ohne vernünftiges Bassfundament der Askese einer häuslichen Original-PO zu frönen! ;-)

Sämtliche Organisten, die bei mir zu Besuch waren, waren mehr oder weniger begeistert - Besucher sind jederzeit herzlich willkommen. Ich habe erst recht spät mit dem Orgelspiel begonnen - vielleicht wäre ich heute viel weiter, hätte ich in der Kindheit schon an einer schönen DO sitzen dürfen.

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