Arno Ruus in der Neanderkirche, D-Altstadt

Informationen und Diskussionen zu allen Bereichen rund um die Orgel herum,
z.B. Vorstellung der eigenen Kirchengemeinde, Konzert- und Gottesdienstgestaltung, Konzertberichte, Sparmaßnahmen in der Gemeinde, Organisation, usw.
Antworten
Clemens Schäfer
Beiträge: 144
Registriert: Samstag 16. November 2013, 19:31
Wohnort: Düsseldorf

Arno Ruus in der Neanderkirche, D-Altstadt

Beitrag von Clemens Schäfer » Donnerstag 28. Juli 2016, 14:13

Hallo Forum,

seit 1982 spielt Arno Ruus, Kantor der Tersteegenkirche in D-Golzheim, bei den Sommerlichen
Orgelkonzerten in der Neanderkirche, D-Altstadt. Und soweit ich mich erinnern kann, hatte er Bach
und Reger im Programm.

Diesmal ging es mit Nikolaus Bruhns los. Präludium und Fuge G-Dur des frühverstorbenen
Buxtehude-Schülers kam frisch und hell, klar und durchsichtig.

Es folgte eines jener Juwelen, für die allein ein Konzertbesuch lohnt: Bach, Vater unser im
Himmelreich” aus dem Orgelbüchlein. Dunkel flötig registriert. Sehr schön! “Lobet den Herren”
von Johann Gottfried Walther schloß sich an. Weniger Raffinesse, aber festlich.

Dann kam Mendelssohn, sechste Sonate. Der Choral schlicht, die Variationen schön voneinander
abgesetzt. Alles gut im Fluß. Nach der Fuge das themenfremde Finale: Hier hatte Ruus eine ganz
ähnliche (wenn nicht gleiche) Registrierung gewählt wie beim Bach-Choralvorspiel. Gut auch im
Tempo: Nicht eilend, aber halt auch nicht schlendernd.

Danach Reger: Zuerst Choralvorspiele aus op. 67: Ausgedruckt waren im Programm “Meinen
Jesum laß ich nicht” (=Nr. 26) und “Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren” (=Nr. 24).
Wenn ich richtig gehört habe, gab es dazwischen aber ein weiteres Stück. So habe ich auch die
Handhabung der Noten gedeutet (von den Plätzen auf der Empore ist der Spieltisch einsehbar). War
noch wer da und kann helfen?

Am Ende Op. 65, Toccata und Fuge e-moll/E-Dur. Ruus machte es sichtlich Spaß, das große Stück
unter die Finger zu nehmen. Er strahlte zu Recht, als der Beifall subito et seguente los brach. Eine
ambitionierte Darstellung, der man gerne und aufmerksam folgte. Zugabe: op. 67 Nr. 24 dacapo.
Die Neanderkirche war wieder gut besucht - nur wenige freie Plätze.

Gruß Clemens Schäfer

Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast