Sebastian Klein in der Neanderkirche

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Clemens Schäfer
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Sebastian Klein in der Neanderkirche

Beitrag von Clemens Schäfer » Freitag 15. Juli 2016, 12:07

Hallo Forum,

Sommerliche Orgelkonzerte in der Neanderkirche (Düsseldorf-Altstadt) gibt es seit über 50 Jahren.
Und ihre Beliebtheit hat nie nachgelassen. Auch am 14.07.2016 war die Kirche wieder fast
vollständig besetzt, als Neanderkantor Sebastian Klein das zweite Konzert dieser Reihe (insgesamt
10 Konzerte, immer Mittwochs 18:30h, bis 07.09.2016) spielte.

Über die Neuerungen dieser Orgel hatte ich berichtet. Ganz sind die Arbeiten nicht abgeschlossen:
Eine Reihe Chamaden fehlt zur Zeit; nur die Tragstangen ragen aus dem Gehäuse. Und in einer
Ecke der Empore hat sich der Orgelbauer einen Werkplatz eingerichtet. Von fehlenden
Möglichkeiten merkte man in diesem Konzert indes nichts. Wie mag es aber nächste Woche bei
Regers “Alle Menschen...” mit Thorsten Göbel aussehen?

Hier begann Klein mit BuxWV 158, Praeambulum a-moll. Das wurde farbenreich gestaltet und
macht sich auf diesem Instrument bestens. Auch die Suite im Zweiten Ton von Clérambault wußte
Klein markant in Szene zu setzten. Alle geforderten Register schienen an Bord zu sein, auch wenn
das Cromorne etwas schmalbrüstig klang.

Danach gab es BWV 545, C-Dur, angereichert um das Largo aus BWV 529. Das Praeludium war
merkwürdig registriert: Deutliche Bässe, auch hoher Diskant, kaum aber Mittellage. Das Largo
drohte die Symmetrie des Werkes angesichts seiner Länge zu sprengen (sehr schön gespielt
freilich!). Die Fuge flüssig.

Danach kam ein Sprung in die Romantik: Von Guilmant spielte Klein Grand Choeur op. 52 Nr. 2;
ein marschartiges Stück mit kompaktem Klang. Regers Scherzo aus op. 63 hätte vielleicht ein
wenig Schärfung des Rhythmus gebraucht. Und Karg-Elerts Choralbearbeitung über “Nun danket
alle Gott” war wieder kompakt. Herzlicher Beifall.

Gruß Clemens Schäfer

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