Thorsten Göbel in der Auferstehungskirche, D-Oberkassel

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Clemens Schäfer
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Thorsten Göbel in der Auferstehungskirche, D-Oberkassel

Beitrag von Clemens Schäfer » Donnerstag 4. Februar 2016, 14:28

Hallo Forum,

zum Geburtstag Felix Mendelssohn Bartholdys am 3. Februar spielt Thorsten Göbel seit einigen
Jahren ein Orgelkonzert. Auf den Namen “Europa-Orgel Felix Mendelssohn” war die Sauer-Orgel
seinerzeit getauft worden.

Diesmal hatte er die drei Sonaten op. 65 Nr. 4-6 auf dem Programm. Und so ging es mit Glanz los.
Das Andante religioso folgte leise und zurückhaltend - echte Andachtsmusik von schlichter
Schönheit. Das Allegretto kam diesmal wirklich im Pianissimo - eher selten so zu hören. Weit
ausschreitend dann das Allegro maestoso mit schöner Fuge.

Ganz herrlich war der Beginn der fünften Sonate: Der Choral im Andante. Das klang wie
kultivierter Gemeindegesang in großer Kathedrale. Hier hatte Göbel wohl intensiv an der
Registrierung getüftelt. Im Allegro am Schluß war es dann ein wenig baßlastig.

Schlicht war in der sechsten Sonate der Choral, die Variationen wurden charakterlich gut
gegeneinander abgesetzt. Die Fuge lief flüssig. Und das ruhige Finale hat die Hörer dann so
ergriffen, daß sie zunächst den Beifall zu vergessen schienen. Der Unterzeichner mußte den ersten
Schlag geben - gleichzeitig knipste Göbel das Licht an der Konsole aus. Da wurde Göbel dann mit
reichlich Beifall belohnt. Gab es unter den um 100 Hörern wirklich niemanden, der wußte, daß die
sechste Sonate mit einem langsamen und ruhigen Satz endet?

Gruß Clemens Schäfer

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