10. ido: Iris Rieg in St. Antonius, D-Oberkassel

Informationen und Diskussionen zu allen Bereichen rund um die Orgel herum,
z.B. Vorstellung der eigenen Kirchengemeinde, Konzert- und Gottesdienstgestaltung, Konzertberichte, Sparmaßnahmen in der Gemeinde, Organisation, usw.
Antworten
Clemens Schäfer
Beiträge: 195
Registriert: Samstag 16. November 2013, 19:31
Wohnort: Düsseldorf

10. ido: Iris Rieg in St. Antonius, D-Oberkassel

Beitrag von Clemens Schäfer » Montag 12. Oktober 2015, 13:27

Hallo Forum,

Iris Rieg war die Spielerin des Sonntagskonzerts in St. Antonius, D-Oberkassel. Auch hier eine
Terminkollision: Zu gleicher Stunde spielte Elisa Teglia in St. Andreas.

Grandios ist immer der Auftakt bei Bruhns großem e-moll Werk. Auch auf der Chororgel klang das
überzeugend. Der norddeutsche Barock ließ sich gut hören. In Pachelbels Ciaconna f-moll konnte
das Instrument auch seine weichen Seiten zeigen. Die langen Bögen wurden gut ausgehalten.
Wieder kräftiger wurde es dann bei Lübeck, Praeludium und Fuge F-Dur.

Eine eigene Komposition “Reminds me” war zwar klangschön, aber auch recht konventionell. Mit
der Klangraffinesse einer größeren Orgel hätte das vielleicht besser gewirkt.

Sehr ordentlich dagegen Mendelssohns dritte Sonate in A-Dur. Den Duktus des ersten Satzes traf
Rieg genau und im Andante nahm sie das tranquillo ernst. Sehr schön - trotz der begrenzten Mittel -
geriet Chant de Paix von Langlais.

Am Ende Franck, Choral a-moll. Daß Rieg den “drauf” hat, war unverkennbar. Aber ein solches
Stück bedarf doch einer raumgreifenden Orgel. Das fehlte hier, und so konnte man eine klug
haushaltende Interpretin erleben, die jede Steigerung rasch zurücknahm, damit beim nächsten Mal
noch Reserve blieb. Das freilich gelang wirklich gut.

Der Beifall der über 60 Hörer war denn auch sofort da, stark und herzlich. Zugabe: Ein
Flötenuhrstück

Im Hintergrund schaute die in der Entstehung befindliche Hauptorgel interessiert zu.

Gruß Clemens Schäfer

kernspalter
Beiträge: 732
Registriert: Mittwoch 18. Februar 2009, 12:36

Re: 10. ido: Iris Rieg in St. Antonius, D-Oberkassel

Beitrag von kernspalter » Montag 12. Oktober 2015, 17:01

Für den Bericht vielen Dank!
Clemens Schäfer hat geschrieben:Mit der Klangraffinesse einer größeren Orgel hätte das vielleicht besser gewirkt.
Aber ein solches Stück bedarf doch einer raumgreifenden Orgel. Das fehlte hier
Die Orgel hat gerade mal 19 klingende Stimmen. Im Pedal gibt es eigentlich nur einen Subbaß 16', der Rest sind Transmissionen und Extensionen.

http://www.orgelbau-muehleisen.de/de/15 ... ml?wid=268
Mit kernspalterischen Grüßen

Antworten