Bedeutende Orgel von 1928 bedroht!

Diskussionen rund um Orgelneubau, Orgelrestauration, Register, Technik, usw.
Pierre Lauwers
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Beitrag von Pierre Lauwers » Freitag 20. Februar 2009, 08:09

"Weitere unabhängige Gutachten von „den“ Fachmännern auf diesem Gebiet in puncto „pneumatische Ladensysteme“ wären doch sehr zu empfehlen. "
(Zitat)

Sinds 20 Jähren wissen wir, das die Opposition zur Rohrpneumatik als "falscher Prinzip", unhabhängig also, von die tatsächlicher Wirkung des Systems in eine gewisse Orgel, eine reine Vorurteil ist.

Dass wenig solchen Orgeln überleben haben, liegt daran, dass sie zwei Kriegen+ 1 Orgelbewegung erfahren mussten, in noch nicht 100 Jähren! aber wir haben noch etliche dieser Orgeln, die doch gut erhalten sind, trotz mangelhafter Wartung, wie Z.B. Walckerschen Taschenladen von 1907, noch mit originaler Lederteilen, in Namur.

Das Diskussion "Pneumatik" ist also Schnee von (vor) gestern!

Roland Eberlein
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Beitrag von Roland Eberlein » Freitag 20. Februar 2009, 10:25

Das sehe ich in der Tat auch so: Diese Diskussion ist Schnee von (vor-)gestern. Die pneumatischen Laden- und Traktursysteme sind Teil eines bestimmten Orgelstils gewesen, sie wurden damals für gut befunden und gewollt. Folglich haben wir sie bei Denkmalsorgeln aus dieser Zeit zu respektieren, ob sie uns gefallen oder nicht. Im Fall der Orgel von Bühl entfällt zudem jede Notwendigkeit, die Orgel an die Bedürfnisse des heutigen Gottesdienstgebrauchs anzupassen, da sie nicht mehr im Gottesdienstgebrauch steht. Diese Funktion hat die Chororgel von Rieger übernommen.

Roland Eberlein
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Beitrag von Roland Eberlein » Freitag 20. Februar 2009, 23:19

Aus einem heute eingegangenen Schreiben von Björn Bramser, Vorsitzender des Fördervereins zur Erhaltung der historischen Schwarz-Orgel der Stadtpfarrkirche Bühl e. V.:

"Wie können sie uns helfen ? Sicher ist diese Frage sehr komplex. Einige Punkte könnten uns zunächst sehr helfen:

1. Helfen sie uns, v.a. auch die Pfarrgemeindeleitung vor Ort in Bühl davon zu überzeugen, was für einen „Orgelschatz“ in ihrer Kirche vorhanden ist. Dies können sie z.B. mittels eines persönlichen Anschreibens an den Pfarrer und den Pfarrgemeinderat unterstützen.

2. Bekennen sie gegenüber dem Orgelreferat in Freiburg Farbe, dass dieses Unterfangen nicht zu tolerieren ist.

3. Machen sie Werbung in ihren Bekanntenkreis bei orgelbegeisterten Personen. Je mehr wir sind, desto nachhaltiger können wir auftreten."

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Beitrag von Administrator » Montag 23. Februar 2009, 00:07

Herr Eberlein, da waren Sie einfach schneller, bzw. erhielten wohl eher Antwort als wir. In der Mail, die wir erhielten, stand der selbe Hinweis, wie wohl Hilfe möglich sei.

Wie der Mail auch zu entnehmen ist, wird der Verein seitens des Orgelreferates der Erzdiözese Freiburg ignoriert, was natürlich die Arbeit sehr erschwert. Es wurde wohl auch schon auf rechtlichem Wege gegen den Verein intrigiert, was ich für absolut inakzeptabel halte, vor allem von einer kirchlichen "Behörde".

Ein weiterer Punkt der Mail:
Ferner sind wir u.a. über verschiedene Anregungen, Hilfe, (wissenschaftliche) Fachbeiträge, Gutachten, schriftliche Meinungsbilder einschließlich möglicher Vorträge sehr dankbar.
Vielleicht hat ja jemand hier im Forum eine durchschlagende Idee. Ich denke, es sollte jedem hier ein Anliegen sein, seine Beziehungen spielen zu lassen um dies Instrument zu retten.


Einige Informationen sind nun auch auf unseren anderen Seiten zu finden:

Infos zur Orgel:
http://www.orgel-information.de/Orgeln/Buehl/buehl.html

Infos zum Verein:
http://www.orgel-information.de/Vereine ... buehl.html

Pierre Lauwers
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Beitrag von Pierre Lauwers » Montag 23. Februar 2009, 09:47

"Es wurde wohl auch schon auf rechtlichem Wege gegen den Verein intrigiert"...
(Zitat)

Das ist eine typischer Krankheit unserer Zeits! ohne Anwalt geht klar nichts.Ich bin sicher, dieser Verein hat einer, so fachlich es scheint zu arbeiten.

Holger

Beitrag von Holger » Donnerstag 26. Februar 2009, 06:50

... wobei man die rechtliche Sicht und den Rechtsanwalt nicht aus dem Blickfeld schieben sollte ... oder schreibt nicht Herr Eberlein von Gegenständen, die im Gottesdienst genutzt werden, seien vom Denkmalschutz ausgenommen ... trifft doch hier nicht mehr zu und zwar schon seit 30 Jahren nicht mehr ... Nur so ein etwas spitzfindiger Gedanke!

Roland Eberlein
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Beitrag von Roland Eberlein » Donnerstag 26. Februar 2009, 10:04

So spitzfindig ist das gar nicht, die Einschränkung der Ausnahme für Kirchenbesitztümer durch den Satz „soweit sie dem Gottesdienst dienen“ ist ja genau zu diesem Zweck formuliert worden, damit die Kirchen nicht so einfach wegschmeissen können, was sie nicht mehr im Gottesdienst gebrauchen - wie z.B. die Schwarz-Orgel. Aber natürlich passt diese Auslegung dem Orgelreferat nicht in den Kram, und da Willi Frank Jurist ist, wird er allerhand Spitzfindigkeiten vorbringen, warum dennoch die Zustimmung des Denkmalsamtes wie bei anderen Orgeln nicht benötigt wird. Ich nehme stark an, zur Zeit tobt ein heftiger Streit zwischen Denkmalsbehörde und Orgelreferat um die Auslegung dieses Satzes, ob mithin das Denkmalsamt für die Schwarz-Orgel zuständig ist oder nicht. Hoffentlich bleibt die Denkmalsbehörde beinhart! Damit es auf seine Zuständigkeit besteht und sich auf keine Kompromisse einläßt, ist es allerdings wichtig zu zeigen, daß ein öffentliches Interessen an der Erhaltung dieser Orgel besteht - denn laut Gesetz sind Kulturdenkmäler nur solche Sachen, an deren Erhaltung ein öffentliches Interesse besteht (übrigens eine ziemlich blödsinnige Definition!). Ohne dieses öffentliche Interesse braucht das Denkmalsamt nicht einzuschreiten! Von daher ist es sehr, sehr wichtig, daß sich der Förderverein an die Öffentlichkeit wendet und von dieser unterstützt wird - anhand der Zuschriften, die er und die Gemeinde erhalten haben und hoffentlich noch erhalten, kann er das öffentliche Interesse am Erhalt der Orgel nachweisen und der Denkmalsbehörde so den Rücken stärken.

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Beitrag von Administrator » Freitag 27. Februar 2009, 10:59

Ich hatte in den letzten Tagen diverse Mails zu diesem Thema verschickt. Unter anderem auch an den Förderkreis der Orgel in St. Bonifatius, Giessen. Dort bat ich um eine Stellungnahme zur aktuellen Situation, um Spekulationen und Gerüchten vorzubeugen.

Von dort kam heute eine Antwort, die ich hier nun einstelle:
wir, der Förderkreis Neue Orgel St. Bonifatius Gießen e.V., haben uns nicht entschlossen, die Schwarz - Orgel in Bühl zu verkaufen. Wir werden uns deshalb nicht an einer Diskussion beteiligen, die zumindest teilweise in offensichtlicher Unkenntnis der Sachlage und emotional geführt wird. Wir werden auch nicht Diskussionsinhalte aus laufenden Projekten öffentlich machen. Der kulturhistorischen Wert der Schwarz - Orgel ist uns bewusst. Er wird eine wesentliche Rolle bei unseren noch zu treffenden Entscheidungen spielen.
Bisher ist jedoch keine Entscheidung getroffen worden, die auch nur
annähernd in die Nähe der Vermutungen in den Internetforen kommt.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir nicht durch weitere Informationen über uns als Förderkreis oder unsere Orgel weiteren
Spekulationen Vorschub leisten wollen. Wie Sie richtig erkannt haben, lässt sich das ohnehin nicht vermeiden.
Alle Infos, die wir öffentlich machen wollen, können auf unserer Homepage www.perle-der-empore.de nachgelesen werden.
Besonders interessant war, dass kurz darauf eine Mail von einem der anderen Empfänger dieser Nachricht kam (vermutlich auch eines der Mitglieder des Förderkreises:
Perfekt!
Schönen Urlaub, lasst es Euch gut gehn!

Ich finde es sehr bedauerlich, dass dieser Verein sich scheinbar gar nicht auf eine Diskussion, bzw. ein öffentliches Miteinander einläßt. Deutet dies auf "Vereinsmeierei" und "Arbeit hinter geschlossenen Türen" hin, oder fürchtet man, durch eine Stellungnahme seine Position im Verkaufsgerangel der Schwarz-Orgel zu schwächen?
Meines Erachtens fördert der Verein durch diese Haltung nur den Wachstum von Gerüchten und Spektulationen.

Ich hoffe natürlich, dass jemand aus dem Verein hier noch ins Forum schaut und sich dann doch traut, Kommentare dazu abzugeben. Es würde der Diskussion sicher nicht schaden.

Holger

Beitrag von Holger » Freitag 27. Februar 2009, 12:14

Über das sog. "öffentliche Interesse" könnte man sicher viel diskutieren, wenn ich da nur and das Hans-Sachs-Haus in Gelsenkirchen denke wird mir schwummerig!

Was dem einen als "öffentliches Interesse" recht ist hätte der andere eben lieber ganz tief in der Schublade der Kircheninternas verbannt. Hier ein "objektives Interesse" anzumelden dürfte schwer sein.

Allerdings ist der Verein in Bühl anscheinend recht rührig und antwortet auf E-Mails. Unterstützung dringend geboten.

Nun ich versuch noch "Verbündete" im Bereich der Diözese Freiburg zu gewinnen - Organisten, Pfarrer ... vielleicht hilft es ja!

Na wir lassen nix unversucht!

Roland Eberlein
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Beitrag von Roland Eberlein » Freitag 27. Februar 2009, 15:02

Ja, glauben die Gießener denn, sie könnten die Welt für dumm verkaufen? Auf der Homepage des Fördervereins ist zu lesen ( http://www.perle-der-empore.de/index.html unter „Spenden & Dank“):

„Die geschätzten Gesamtkosten für einen Orgelneubau liegen bei etwa 800.000 EUR, ein gutes Stück Weg liegt also noch vor uns. Allerdings werden auch kostengünstigere Varianten geprüft, beispielsweise die Übernahme von wertvollem Pfeifenmaterial einer stillgelegten Orgel.“

Sie wollen also Geld sparen, indem sie eine Gebrauchtorgel ausschlachten.

Und nun versichern sie uns: „Der kulturhistorischen Wert der Schwarz - Orgel ist uns bewusst. Er wird eine wesentliche Rolle bei unseren noch zu treffenden Entscheidungen spielen.“

Soll das ein Witz sein?? Seit wann bewahrt man den kulturhistorischen Wert einer Orgel, indem man sie ausschlachtet??

Und als nächstes schreiben sie dann den wohlklingenden Satz „Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir nicht durch weitere Informationen über uns als Förderkreis oder unsere Orgel weiteren Spekulationen Vorschub leisten wollen.“

Aber Tatsache ist doch, daß die Informationen, die sie selbst ins Internet gesetzt haben, Anlaß zu den schlimmsten Spekulationen und Befürchtungen geben! Wenn sie der Meinung sind, diese seien grundlos und ungerechtfertigt, dann sollten sie diese gefälligst durch zusätzliche Informationen ausräumen - ansonsten bestätigen sie diese Spekulationen und Befürchtungen nur!

Im übrigen gilt: Der Hehler ist nicht besser als der Stehler! Wer von der kulturhistorischen Missetat eines anderen profitieren will (und sie wollen das, denn sie wollen Geld sparen!) macht sich mitschuldig und ist mitverantwortlich.

Wie heißt doch so schön in dem Film „Die Feuerzangenbowle“: Ba, wat habt ihr für eene fiese Charakter ...

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Beitrag von RhönOrgelbauer » Freitag 27. Februar 2009, 20:52

Roland Eberlein hat geschrieben: Hoffentlich bleibt die Denkmalsbehörde beinhart! Damit es auf seine Zuständigkeit besteht und sich auf keine Kompromisse einläßt ...
Leider wurden der Denkmalpflege in BW mit der Verwaltungsreform 2004 empfindlich Zähne und Klauen gestutzt:
Das Landesdenkmalamt Baden-Württemberg gibt es nicht mehr.

Der Denkmalschutz wird seither von den Regierungspräsidien und den Landratsämtern "verwaltet".
Ob die (wahrscheinlich zuständige) Untere Denkmalschutzbehörde am Landratsamt wohl große Lust verspürt, sich mit einer kompletten Abteilung des Erzbischöflichen Ordinariats anzulegen?

Fragt sich
RhO


http://www.archaeologie-bw.de/denkmal/l ... flege.html

Roland Eberlein
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Beitrag von Roland Eberlein » Freitag 27. Februar 2009, 21:02

Zuständige Denkmalsbehörde ist das Regierungspräsidium Karlsruhe. Da Frank bereits im Oktober an das Regierungspräsidium herantrat und bis heute noch nichts entschieden ist, hat das Regierungspräsidium bestimmt nicht klein beigegeben, sondern es auf den Konflikt ankommen lassen.

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Beitrag von Roland Eberlein » Samstag 28. Februar 2009, 00:09

Zaubermark hat geschrieben:Der ganze Fall scheint mir doch äusserst verworren zu sein. Ob das Regierungspräsidium Karlsruhe dort etwas erreichen kann, halte ich zumindest für zweifelhaft.

Mir ist ein ähnlicher Fall aus Baden-Württemberg bekannt, ... Nach langem Hin und Her genehmigte auch Rottenburg den Neubau, am Schluss wurde der Kompromiss gefunden, die Orgel an eine andere Kirchengemeinde zu verkaufen. Heut spielt sie im Bistum Trier. Was ich damit sagen will, der Einfluss der profanen Behörden ist wohl nicht so weitreichend, als dass sich damit eine historisch wertvolle Orgel vor Ort retten liesse.
In Bühl sind zwei Dinge grundsätzlich anders:
1. Es gibt einen Verein zum Erhalt der Orgel, der das öffentliche Interesse verkörpert und vertritt. Ohne belegbares öffentliches Interesse aber sind den staatlichen Behörden die Hände gebunden.

2. Die Orgel ist nicht im Gebrauch, sondern ein unbenutztes Zweitinstrument. Das verändert die rechtliche Position der Denkmalsbehörde gegenüber der Kirche entscheidend!

Zaubermark hat geschrieben:Ich glaube nicht, dass jemand aus den Reihen des Orgelreferats dort einen Rückzieher machen wird, das käme ja einem öffentlichen Eingeständnis von Inkompetenz sehr nahe. Und dann müsste man in Konsequenz auch andere Fälle hinterfragen...
Es geschehen manchmal Zeichen und Wunder, auch heute noch ... Einfach abwarten!
Zaubermark hat geschrieben:Doch dass eine leistungsfähige Firma wie Schwarz (der ja zusammen mit Mönch die Firma Voit nach 1900 vom kath. Markt in Baden völlig verdrängt hat) die ganze Orgel bei Walcker bestellt hat, glaube ich nicht. Auch ist im "inoffiziellen" Walcker-Werkverzeichnis darüber nichts eingetragen und dort sind schon Lieferungen für andere Werkstätten, die wesentlich geringeren Umfang hatten, erwähnt.
Sehe ich auch so.

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Beitrag von Roland Eberlein » Samstag 28. Februar 2009, 15:54

In einem Gespräch am Aschermittwoch mit dem Vorsitzenden des Fördervereins in Bühl hat der Bühler Stadtpfarrer durchblicken lassen, daß er in den letzten Tagen mit zahlreichen Emails und Informationen zur Orgel konfrontiert worden ist. Die Botschaft scheint inzwischen angekommen zu sein: Sowohl er als auch der hiesige Pfarrgemeinderat haben verstanden, um was für ein wichtiges und wertvolles Instrument es sich bei der Schwarz-Orgel handelt.

Aber natürlich löst das noch nicht den Geldmangel der Gemeinde, die in den kommenden Jahren u.a. die Renovierung und Sanierung des Turms und die Innenrenovierung der Kirche zu tragen hat. Für die Renovierung und den Unterhalt der Schwarzorgel wird auf Jahre hinaus kein Geld da sein.

Der Förderverein will ja genau dieses Problem lösen, aber er wird nur dann wirklich helfen können, wenn er weit über die Gemeinde hinaus Spender mobilisieren kann. Denn so manche Spende eines Gemeindemitglieds für die Orgel kann eine Spende weniger für den Turm und die Innenrenovierung bedeuten, löst also dann nicht das Geldproblem der Gemeinde, sondern verschiebt es bloß.

Immerhin sieht es so aus, als ob es Hoffnung gibt, daß in Bühl ernsthaft über einen Verzicht auf den Verkauf nachgedacht wird. Auch im Orgelreferat scheinen die Dinge eine unerwartete, für die Schwarzorgel möglicherweise positive Wendung genommen zu haben. Die Entscheidung der Denkmalsbehörde in Karlsruhe steht noch aus, auch sie kann die Sachlage noch grundsätzlich ändern.

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