Immaterielles Kulturerbe

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Immaterielles Kulturerbe

Beitrag von Administrator » Samstag 9. Dezember 2017, 09:19

Hurra! Es ist geschafft!
Orgelbau und Orgelmusik sind Kulturerbe.

http://www.orgel-information.de/News/20 ... 207_1.html
Herzliche Grüße

Daniel
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Re: Immaterielles Kulturerbe

Beitrag von Administrator » Montag 11. Dezember 2017, 08:44

Liebe Orgelfreunde,

Wie sind Ihre Planungen für die Orgel-Zukunft Ihrer Gemeinde?
Herzliche Grüße

Daniel
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olds
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Re: Immaterielles Kulturerbe

Beitrag von olds » Mittwoch 13. Dezember 2017, 08:10

Wie darf man das verstehen?

Was ich so überblicken kann, zwei Neubauten im Gespräch.

Nr.1:

An sich ein Kuriosum, das vorhandene Instrument steht seit 50 Jahren als "Übergangsbau" in einem seidenmattgrau angestrichenen Pressspahn-Prospekt in der Kirche.

Die Kirche selbst ist jetzt komplett saniert, was aber auch sicherlich hauptsächlich viel damit zu tun hat, dass sie aufgrund der Lage (dominiert in Hanglage das Ortsbild) und ihrer Kulturgeschichte von Bedeutung ist. Regelmäßig haben die nur noch 2x Vorabendmesse im Monat sowie die zentrale Osternacht, die späte Christmette (um 22:00), den Palmsonntag und die Jahresabschlussmesse. Sind also in die zweite Reihe zurückgetreten.

(Zentral heißt für die drei Kirchengemeinden, aus denen bis 01.01.2016 die alte Pfarrei bestand, die zusammen mit einer der Innenstadtpfarreien neu aufgegangen ist.)

Einige Orgelenthusiasten wollen jetzt den Pressspahnkasten durch einen Neubau ersetzen. Argument: Wenn schon 3 Millionen für die Kirche ausgegeben wurden, dann kann man auch noch was für eine Orgel drauflegen. Da wir ja einen Orgelbaumeister in der Pfarrei haben (der aber nur noch wartet und renoviert) scheint auch eine Disposition mit um die 18 Registern in den Köpfen herumzuschwirren.

Aber belastbar ist da noch nichts weiter passiert (Orgelbauverein). Dürfte auch fraglich sein.

Nr.2:

Barocke Chororgel für die großen katholische Kirche in der Innenstadt. Dort steht ein spätromantisches Monstrum von Klais, dem dort ansässigen hauptamtlichen Kantor gelüstet es jetzt wohl nach einem kleinen barocken Instrument. Die Argumentation an sich finde ich schlüssig:
Die Hauptorgel ist entsprechend der damaligen Zeit (Kirche aus den 1890ern) disponiert und konstruiert. Als Standort der Kirchenmusikalischen Ausbildung sieht man dies jetzt wohl als Nachteil an. Man möchte daher ergänzend ein barockes Instrument mit klassischer mechanischer Traktur.


Insgesamt meine ich in der Stadt und dem Umland (dass durch die Neuorganisation jetzt dazugehört, in den Dörfern im Umkreis von 15km gibt es fast keine eigenständigen Pfarreien mehr) einen Trend zu Schwerpunkten feststellen zu können. Bestimmte Kirchengemeinden stehen immer mehr für eine bestimmte kirchenmusikalische Kultur.

Dies führt dann u.a. dazu, dass dieses Jahr an Weihnachten in unserem Chor eine Familie mitsingt, denen in Ihrer Kirche die Christfeier zu poppig und kindgerecht geworden ist, die Mette in der Hauptkirche zu spät (der Pfarrer macht bestimmt wieder bis 0:30 Uhr) und das dortige Programm zu klassisch. Unsere Gemeinde hier fährt da ein ausgewogenes Konzept mit barocken, romantischen und modernen Kompositionen.

Aus dieser Schwerpunktbildung ergibt sich dann auch der Wunsch nach dieser Chororgel. Der große Klaisbrocken auf der Empore eignet sich nunmal nicht wirklich für ältere Werke und wenn in der Stadt noch anspruchsvollere Konzerte mit Ensemble und Chor stattfinden, dann ist das eben dort.

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