Freunde der Orgel in St. Johannis, Lüneburg (III/P/51)

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Principalbass16Fuss
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Re: Freunde der Orgel in St. Johannis, Lüneburg (III/P/51)

Beitrag von Principalbass16Fuss » Dienstag 28. Juni 2016, 22:28

Hallo kernspalter. Ja, natürlich gefällt mir die Lüneburger Disposition auch trotz fehlender Kornette!!! :wink: :mrgreen: So ganz fehlen sie ja nun auch wieder nicht - siehe Rückpositiv und Oberwerk:

RP Gedackt 8' + Oktave 4'/Rohrflöte 4' + Waldflöte 2' + Sesquialtera 2fach ("echtes" Kornett)

OW Rohrflöte 8' + Oktave 4'/Blockflöte 4' + Nasat 2 2/3' + Gemshorn 2' + Terzian 2fach ("Kornett 6-fach") :D

Witz beiseite: Ich glaube, IRGENDWO, in einer Disposition, habe ich mal ein "Kornett 6-fach" gesehen, welches tatsächlich noch über eine weitere Quintenreihe (1 1/3') verfügte, die ja nun im Terzian vorhanden wäre. Frag mich aber nicht, welche Orgel das war... :?

In der neuen, großen Woehl-Orgel (Baujahr 2000) in der St.-Michaelis-Kirche zu Hildesheim gibt es sogar ein "Grand Cornet 7-fach" auf dem zweiten Manual!!! :o Vor vielen Jahren durfte ich mal kurz an dieser Orgel spielen, glaube aber nicht, dass ich dieses Kornett-Register damals ausprobiert habe...

Viele Grüße! :)

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Friedrich Sprondel
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Re: Freunde der Orgel in St. Johannis, Lüneburg (III/P/51)

Beitrag von Friedrich Sprondel » Dienstag 28. Juni 2016, 22:51

kernspalter hat geschrieben:
Friedrich Sprondel hat geschrieben:Das bezieht sich wohl auf die berühmten und singulären Hauptwerks-Mixturen in Notre-Dame von 1868. Die heißen Fourniture harmonique II–V und Cymbale harmonique II–V.
Diese Kombination ist singulär, das Plein jeu harmonique gab es aber öfters, meine ich. Auf jeden Fall im Positif von Ste-Clotilde/Paris.
Ja, stimmt. Da habe ich nach der Zusammenstellung gesucht und bin auf folgendes gestoßen:

C 1 1/3' + 2' + 2 2/3'
c 1 1/3' + 2' + 2 2/3' + 4'
c' 1 1/3' + 2' + 2 2/3' + 4' + 5 1/3'
c'' 1 1/3' + 2' + 2 2/3' + 4' + 5 1/3' + 8'

Ist also ungefähr das, was man in Deutschland als Progressivmixtur baute, und enthielt keine Terz.

Dass es eine so schwere Mixtur ist – 5 1/3' von der Klaviaturmitte an –, ist schon was Besonderes. Das Positif steht in Sainte-Clotilde vorne in der Mitte und wird vom Hauptwerk flankiert; soweit ich weiß, zeigt es Montre 8' und Salicional 8' im Prospekt. Dazu kommt ein veritabler 16'-Bourdon. Das ist ordentlich Stoff, mehr als bei vielen anderen Cavaillé-Colls; das Positif ist wohl als Gegenwerk zum Grand-Orgue zu verstehen. Das Récit war dagegen ein lyrischer, eher zarter Solist, das konnte diese Aufgabe nicht übernehmen.

Und nun zurück ins schöne Lüneburch.

Viele Grüße
Friedrich

Principalbass16Fuss
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Re: Freunde der Orgel in St. Johannis, Lüneburg (III/P/51)

Beitrag von Principalbass16Fuss » Dienstag 30. August 2016, 09:41

Genau das wollte ich auch schon lange vorschlagen: Zurück ins schöne Lüneburg!!! :mrgreen:

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