Beobachtungen bei fremde Orgeln

Diskussionen rund um Orgelneubau, Orgelrestauration, Register, Technik, usw.
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olds
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Beobachtungen bei fremde Orgeln

Beitrag von olds » Samstag 7. Mai 2016, 10:29

Mal wieder eine Vertretung gespielt.

Interessante Elektroschaltung haben sie da gebastelt, man braucht 2 Schlüssel für die Orgel und fast einen Einführungskurs für die Bedienung.

Und der Stuhl erst, möchte nicht wissen, wie lange der schon diese immens wichtige Funktion inne hat.
(Das Bild mit dem, das passiert, wenn man ihn wegnimmt, ist leider sehr unscharf geworden.)

Besonderes "ooops" gilt der Erhöhung des Orgelbockes, habe ich erst jetzt bei der Bildbearbeitung gesehen. :oops: Die hatte ich vor dem Gottesdienst eigentlich gerichtet. Wenn die Messe noch etwas länger gedauert hätte, wäre da wohl einer vom Bock geplumpst. :mrgreen:
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trommet16
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Re: Beobachtungen bei fremde Orgeln

Beitrag von trommet16 » Samstag 7. Mai 2016, 17:56

Was genau macht denn der Stuhl, mir fehlt da irgendwie gerade der Blick...

Das mit der selbsttätigen Abschaltung des Motors ist eine ziemlich notwendige Sache, es ist schon manche Orgel abgebrannt, weil vergessen wurde den Motor abzustellen, und wenn der dann ziemlich warm wird....

olds
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Re: Beobachtungen bei fremde Orgeln

Beitrag von olds » Samstag 7. Mai 2016, 19:02

Das stimmt natürlich, aber die Konstruktion mit diesem Schlüsselschalter da finde ich schon ein wenig, naja, da war ein netter Stratege am Werk.

Der Liedanzeiger sitzt aus welchen Gründen auch immer auf diesem schwenkbaren Arm. Eine Arretierung war scheinbar nie vorgesehen. Nimmt man den Stuhl weg, schwingt der Liedanzeiger um ca. 100° vom Spieltisch weg.

Mein erster Gedanke war, dass da vielleicht ein übereifriger Chorleiter den Anzeiger in Griffnähe haben wollte, wenn er vor dem Chor steht. Andersrum könnte ich mir aber auch denken, dass man nach Anschaffung des Liedanzeigers auf der Suche nach einer passenden Haltekonstruktion war und irgendwo dieser Schwenkarm gefunden wurde.

Anders kann ich mir nicht erklären, wieso man den Liedanzeiger so baut, dass er geinen Meter neben der Orgel frei in der Luft steht.

Holger

Re: Beobachtungen bei fremde Orgeln

Beitrag von Holger » Dienstag 10. Mai 2016, 08:25

... oder gar die Heizung über, unter oder neben dem Spieltisch. Da ist so eine Zeitschaltun g nicht schlecht. Andere Möglichkeit die Stromzufuhr zu unterbrechen wäre ein Schalter, der mit dem Rollo funktioniert. Aber eben nur, wenn es dann auch wirklich geschlossen wird.

Und der Stuhl, äh .... vielleicht Edisions Prototyp für den elektrischen Stuhl, ich würde mich nicht draufsetzen :shock:

Ippenstein
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Re: Beobachtungen bei fremde Orgeln

Beitrag von Ippenstein » Dienstag 10. Mai 2016, 13:06

Ich hatte mal eine Orgel, bei der es nach dem Einschalten 1 Minute dauerte, bis der Motor auf voller Leistung war.
Da muß man aufpassen, daß man das Ende der Predigt nicht verschläft, sonst darf man mit dem Salizional improvisieren. :mrgreen:

Mein Liebling war aber noch die alte Wählscheibenliedanzeige - mit zwei Wählscheiben :mrgreen: Und wehe, Du hast umgeschalten, bevor die Wählscheibe wieder auf Anschlag war. :mrgreen:

Ronald Henrici
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Re: Beobachtungen bei fremde Orgeln

Beitrag von Ronald Henrici » Samstag 2. Juli 2016, 22:06

Es gibt Orgeln, da wird alles abgeschaltet, wenn der Spieltisch geschlossen wird. Oder doppelte Sicherung: Schlüsselschalter und Lichtschalter im Spieltisch. Der Schlüsselschalter schaltet zwar den Motor aus, aber nicht die Setzeranlage. das bedeutet, daß die Register, die zuletzt über Setzer benutzt wurden, eingeschaltet blieben trotz Motorabschaltung. Bei Schleifenzugmotoren hat das zur Folge, daß sie in dem letzt geschalteten zustand verbleiben, bei erneuter Motoreinschaltung die Register beim Spiel erkluingen, die zuletzt eingeschaltet wurden. Deshalb habe ich gerade an der Orgel einen Zettel im Notenpult hinterlassen: "Bitte schalten Sie erst die Setzer auf Null, bevor Sie den Motor ausschalten !"
Es gibt bei vielen Orgeln keine eindeutige Lösung, sadaß ich oft wieder nach ein paar Minuten in die Kirche zurückgefahren bin, weil ich nicht mehr sicher war, den Motor und die Register ausgeschaltet zu haben.
Die sicherste Lösung für den Organisten ist es immer noch, an den Hauptsicherungskasten zu gehen und die Hauptsicherung der Orgel auszuschalten, was ich z.B. bei Benutzung von Saalorgeln grundsätzlich tue.
Gruß
Ronald
he: Orgel spielen heißt:einen mit dem Schauen der Ewigkeit erfüllten Willen offenbaren. (Ch.M.Widor)

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