Kugelflöte, Septade, Trichtergedackt, Rohrschweizerpfeife...

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kernspalter
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Re: Kugelflöte, Septade, Trichtergedackt, Rohrschweizerpfeif

Beitrag von kernspalter » Mittwoch 4. Januar 2017, 19:58

Kurzoktave hat geschrieben:Zitat violdigamb:
"Und in der Realität ist es doch auch meistens so, daß diese Organisten die schrägen Register (entlegene Aliquoten, hohe Zimbeln) oft nur selten oder gar nicht benutzen. Und auch die kurzbechrigen Zungen, Rohrkrummhörner, Rohrschalmeien, zumal dann auch die Zeit und das Know-how fehlt, diese regelmäßig in Stimmung zu halten."
Das Zitat ist in der Tat kernspalterisch...
Dem kann ich nur hinzufügen, dass manche Aliquote und auch Zungen oft nicht nur klanglich, sondern auch räumlich "entlegen" sind, d.h. schwer zugänglich. Demzufolge verkneift man sich die eine oder andere nötige Stimmung, weil man mal wieder niemanden zum Tastenhalten hat und man für 2 km 3 Stunden über Leitern und Turmtreppen bräuchte.
Und wenn man drei Stunden Zeit hat, ist dann die Gewissensfrage: Stecke ich die drei Stunden lieber ins Üben oder ins Stimmen? D. h. spiele ich mein schönes Festpräludium dann musikalisch ansprechend, aber ohne Zungen - oder mit Zungen, dafür aber in holperigem Tempo und mit falschen Akkorden? Das muß jeder für sich selber entscheiden...
Mit kernspalterischen Grüßen

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