Sonntagsorgel III

Hier können Noten, Bücher und eigene (oder fremde) Kompositionen vorgestellt und diskutiert werden.
Antworten
olds
Beiträge: 217
Registriert: Donnerstag 26. Juli 2012, 08:43

Sonntagsorgel III

Beitrag von olds » Mittwoch 24. August 2016, 07:03

Taugt der 3. Band was? Der Hausherr hat es ja im Bestand.

http://www.dkunert.de/WebRoot/Store12/S ... A11206.jpg

Habe 1 und 2, spiele da viel drauß, wenn ich auch nicht mit allem so wirklich warm werde. Die Stücke sind teilweise unpraktisch kurz und da man "von - bis" abdeckt (Toccata aus dem 16. Jahrhundert von einem unbekannten Meister bis hin zu schwülstigem deutschen Spätromantiker), käuft man sich auch so manches, das auf der vorhanden Orgel nicht so wirklich rüberkommt.

Der Preis schlägt sich auch in der Aufmachung wieder, im Band 2 gibt es beispielsweise die Nettigkeit, dass eine Cantilene auf der letzten Zeile auf der rechten Seite unten beginnt, dann zwei volle Seiten ausfüllt, danach auf der dann vierten Seite links oben mit einer einzelnen Zeile endet. Jeder cm² Papier ausgenutzt!

Bin aber an sich begeistert, denn es ist schon ein spannender Überblick. Wusste z.b. gar nicht, dass Smetana auch Orgelmusik komponiert hat.

Dorforganistin
Beiträge: 62
Registriert: Freitag 10. April 2015, 15:26
Wohnort: Wetterau, Hessen

Re: Sonntagsorgel III

Beitrag von Dorforganistin » Mittwoch 24. August 2016, 09:05

Ich hab nur Band 1 und 2; könnte mir vorstellen, dass Band 3 insofern ähnlich ist, dass man ein paar Perlen drin findet und eben Stücke, die man so gar nicht brauchen kann. Aber für den Preis kann man m.E. nicht viel verkehrt machen.

violdigamb
Beiträge: 35
Registriert: Montag 23. Februar 2015, 11:53

Re: Sonntagsorgel III

Beitrag von violdigamb » Mittwoch 24. August 2016, 09:13

Hallo olds,

2014 heißt es in einer Rezension in Ars Organi:

"Der dritte Band der Reihe "Sonntagsorgel" aus dem Hause Bärenreiter (Besprechung der Bände I + II in Ars Organi, Heft 2, 2013) beinhaltet 48 leichte, teils auch manualiter spielbare Choralbearbeitungen aus vier Jahrhunderten. Die pedaliter zu spielenden Stücke sind selbst bei einfachst zu realisierender Pedalstimme auf drei Systemen notiert. Der Aufbau folgt gängigen Mustern aktueller Gesangbücher, wobei die berücksichtigten Melodien überwiegend dem Kernbestand an gemeinsamen Liedern der beiden großen Konfessionen entnommen sind, gerade auch solchen, zu denen sich im traditionellen Repertoire eher weniger Bearbeitungen finden (Großer Gott, wir loben dich/O du fröhliche/Stille Nacht). Begrüßenswert ist die gebotene stilistische Bandbreite mit einer nennenswerten Anzahl an Kompositionen verschiedener Epochen, auch der gemäßigten Moderne. Neben wohlvertrauten Stücken wie der Pastorale "In dulci jubilo" von J.M. Bach, einigen bescheidenen Beiträgen von dessen Schwiegersohn oder auch einem Choral aus op. 135b von M. Reger findet sich gerade unter den jüngeren Beiträgen manch charmante Arbeit, so eine Bearbeitung von "Stille Nacht" aus der Feder Louis Dités, in der die Gratwanderung zwischen Kitsch und gutem Geschmack geschickt gemeistert wird. Die Bearbeitungen sind in die Tonarten heutiger Gesangbücher transponiert, was nicht immer, am wenigsten im Falle von Buxtehudes "Lobt Gott, ihr Christen" (in Es-dur) mit den Doppelpedalstellen in tiefer Lage, ein gutes klangliches Ergebnis zeitigt. Diesem Umstand haben die Herausgeber durch Abdruck dreier Choralbearbeitungen, darunter des gennannten Beispiels von Buxtehude, zu begegnen versucht. Ausstattung und Beigaben entsprechen den ersten beiden Bänden. Die dort zu bemängelnden unnötigen Wendestellen finden sich im dritten Band nicht bzw. sind praxisgerecht eingerichtet. Den gesteckten Anspruch, brauchbares Material für den Gottesdienst bereitzustellen, erfüllt der Band durchaus. Zudem ist er auch als Ergänzung einer Orgelschule geeignet und empfehlenswert."

Viele Grüße,

violdigamb

Benutzeravatar
Administrator
Site Admin
Beiträge: 844
Registriert: Donnerstag 7. September 2006, 16:31
Wohnort: Celle
Kontaktdaten:

Re: Sonntagsorgel III

Beitrag von Administrator » Mittwoch 24. August 2016, 09:27

Hallo Violdigamb,

ich würde ja sagen: Besuch uns im Notenkeller, schau in die Noten rein und spiel sie hier am Klavier an.
Ansonsten: Du hast auf jeden Fall 14 Tage Rückgaberecht (die Noten müssen nur unbeschädigt sein).

Ich komme mit der Sammlung gut klar, aber die Geschmäcker sind so unterschiedlich ...
Herzliche Grüße

Daniel
(Admin)
_______________________________________
http://www.musik-medienhaus.de
http://www.orgel-information.de
http://www.buch-und-note.de
http://www.notenkeller.de

Antworten