"Party und Tanz" Lefebure und Co.

Hier können Noten, Bücher und eigene (oder fremde) Kompositionen vorgestellt und diskutiert werden.
Antworten
olds
Beiträge: 198
Registriert: Donnerstag 26. Juli 2012, 08:43

"Party und Tanz" Lefebure und Co.

Beitrag von olds » Montag 16. Mai 2016, 22:27

Lefebure-Wely finde ich meistens dann doch recht ........schräg, also das mir bisher bekannte.

Der Marsch in F gefällt mir aber sehr und ich kriege den mit meinem Können auch gebacken. Spielt man den nun einfach mal so oder zu besonderen Anlässen wie Hochzeit, Pfarrfest, Pfarrer mal wieder mit Restalkohol, Karneval.

Traue mich da nicht so.

Wie haltet ihr es mit Orgelwerke die nach zünftiger Party und Tanz klingen?

Dorforganistin
Beiträge: 47
Registriert: Freitag 10. April 2015, 15:26
Wohnort: Wetterau, Hessen

Re: "Party und Tanz" Lefebure und Co.

Beitrag von Dorforganistin » Dienstag 17. Mai 2016, 08:38

Dass ein Marsch wie "Party" klingen könnte, habe ich jetzt noch nicht so empfunden :wink:

Es gibt aus meiner Sicht immer mal Gelegenheit für solche Stücke, sei es zu einem Familiengottesdienst, zu einer Hochzeit, Taufe... Es kommt dabei natürlich auch auf die Gemeinde an und den/die Pfarrer/in.

Ich habe gestern bei einem Familiengottesdienst als Vorspiel ein Stück aus der Sammlung "Liturgical Jazz" von Rosalie Bonighton gespielt und als Nachspiel eine Bearbeitung von "Oh when the saints". Kam beides sehr gut an und passte auch zur Gelegenheit.
Am Sonntag vor dem Rosenmontag ist bei uns nur in einer der beiden Kirchen Gottesdienst, weil sich im anderen Dorf alle auf den Faschingsumzug vorbereiten. Da spiele ich traditionell auch eher flotte Stücke zum Ein- und Ausgang. Beim ersten Mal war die Gemeinde etwas überrascht, inzwischen gehört es fast zur Tradition.

Pauschal lässt sich das jedenfalls nicht beantworten, wann und wo ein Marsch o.ä. passt oder nicht.

Nachthorn
Beiträge: 22
Registriert: Freitag 6. Februar 2015, 09:56

Re: "Party und Tanz" Lefebure und Co.

Beitrag von Nachthorn » Dienstag 17. Mai 2016, 16:37

Ich spiele solches "Zeug" häufiger.
Mir macht's Spaß und die Gemeinde mag es auch.
Zu bierernst darf es auch nicht sein.

Gruß,

Nachthorn

Holger

Re: "Party und Tanz" Lefebure und Co.

Beitrag von Holger » Freitag 20. Mai 2016, 07:06

Die Musik von Léfébure & Co. sind eigentlich normale Kirchenmusik der 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts in Frankreich. Sicher ein damlas eher lockerer Orgelstil, der sich an volkstümlichen Melodien und Opernmusik orientierte und damit beim Publikum sehr beliebt war.

Er war immerhin einer der Vorgänger Ch.-M. Widors in Saint-Sulpice :wink: .

Und es entstanden in jener Zeit bedeutende Orgeln eines A. Cavaillé-Coll auf diesem Hintergrund.

olds
Beiträge: 198
Registriert: Donnerstag 26. Juli 2012, 08:43

Re: "Party und Tanz" Lefebure und Co.

Beitrag von olds » Freitag 20. Mai 2016, 12:13

Mich jetzt bitte nicht so verstehen, dass ich Lefebure-W. in Frage stellen möchte.

Was ich von ihm kenne finde ich auch ziemlich gut, allerdings bin ich der Meinung, dass man sein Literaturspiel dosieren sollte. Und da ich keinen Anhalt habe und hier, wenn überhaupt, andere Organisten nur schnöde spielend zu Gehör bekomme, eben die Frage wie ihr es haltet.

Übrigens - was mir dazu noch aufgefallen ist, jetzt aktuell, gestern:

Ich habe hier noch 2 Teile von Hielschers "Mosaik", die "Toccatina" und die "Cantilene", beides mal von meinem Orgellehrer damals bekommen. "Cantilene" finde ich klasse, habe nur nicht das passende Instrument, "Toccatina" ist etwas zweischneidig. Klingt entweder nach "Party" oder nach "Karneval" - zumindest so, wie ich es spielen kann und wie es mein Schülerkollege mal auf einem Konzert gespielt hat.

Gestern aber fand ich eine Aufnahme im Internet mit einer ganz anderen Orgel und einer ganz anderen Herangehensweise und das Stück ist wirklich nicht mehr so flapsig, sondern eigentlich eine normale moderne Toccata.

Antworten

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste